NILS SCHUHMACHER - "NICHT NICHTS MACHEN"?
Selbstdarstellungen politischen Handelns in der
Autonomen Antifa

Autonome und unabhängige Antifaschistinnen und Antifaschisten gehören seit über 30 Jahren zu den engagiertesten und gleichzeitig umstrittensten Akteuren im Feld des Engagements gegen ‚Rechtsextremismus’. Insbesondere mit Blick auf die informell verfassten Teile des Antifa-Spektrums wird diskutiert, ob sie mehr als Teil einer ‚zivilgesellschaftlichen’ Akteurslandschaft, mehr als ein jugendkulturell geprägtes Phänomen oder mehr im Kontext einer politischen ‚Randständigkeit’ einzuordnen sind.

Das öffentliche und mediale Auftreten der Antifa spiegelt vor allem die beiden letztgenannten Perspektiven situativ und kontextabhängig: Radikalität betonende Selbstdarstellung, bewusste Über­schreitung von Normen, starke populärkulturelle Bezüge und nicht zuletzt die Formulierung weitreichender politischer Zielsetzungen werden häufig mit dem Namen ‚Antifa’ und dem Wirken von Antifa-Gruppen verbunden.

Mit dieser Studie wird zum ersten Mal eine Darstellung vorgelegt, die die Innenperspektive dieses autonomen bzw. unabhängigen Antifaschismus aufnimmt. Auf Grundlage von Interviews mit Antifa-Angehörigen beschreibt sie, in welcher Weise politisches Handeln motivational bestimmt, individuell und kollektiv dargestellt und mit Sinn ausgestattet wird.

Insgesamt entsteht das differenzierte Bild eines politischen Akteurs, der sich eindeutigen Zuordnungen entzieht. Während nach außen der Aufbau einer ‚corporate identity’ politische Wirkungsmacht erzeugen soll, zeigt sich im Blick nach innen ein Heterogenität und Individualität sichernder Funktionszusammenhang aus contentious politics, szenischer Vergemeinschaftung und stilbedachter Repräsentation.

Nils Schuhmacher: "Nicht nichts machen"?
Selbstdarstellungen politischen Handelns in der Autonomen Antifa
ISBN 978-3-940349-08-8

304 Seiten, Broschur
1. Auflage 2014
19,90 Euro

 

TOM TONK: RAKETEN IN FEINRIPP
33 1/3 PLATTEN FÜR DIE EWIGKEIT

RAKETEN IN FEINRIPP enthält 33 1/3 als Plattenkritiken getarnte Kolumnen, in denen der erfolglose Musiker und Journalist Tom Tonk mit einem teilweise recht abenteuerlichen Musikverständnis und Schreibstil seine eigene Schrulligkeit zelebriert.
Auf eine nicht immer nachvollziehbare assoziative Art verbindet Tonk die absurden Highlights seines Lebens mit noch absurderen Platten, beziehungsweise persönliche Begegnungen mit lebenden Stars wie Beck mit Respektlosigkeit, wogegen in den rockhistorisch höchst relevanten Analysen toten 70er Jahre-Typen wie Rory Gallagher oder Steve Marriott Fußballfelder voller Denkmäler gesetzt werden. Doch Tonk ist ein Kind unserer Zeit. Niemals würde der Ü40er seinen Musikgeschmack als ›altmodisch‹ bezeichnen. Eher als ›klassisch‹.
Beseelt von seinem eigenen Kosmos bietet der Autor einen Sack voll teils amüsanter, teils skurriler Anekdoten aus der Welt des Rock'n'Roll, beziehungsweise Duisburg, wo Tonk lebt, wirkt und täglich heftig mit dem Kopf schüttelt.

Tom Tonk:
Raketen in Feinripp
33 1/3 Platten für die Ewigkeit
ISBN 978-3-940349-07-1

Salon Alter Hammer 2013
160 Seiten, Broschur
11,90 Euro

 

NETWORK OF FRIENDS -
HARDCORE-PUNK DER 80ER JAHRE IN EUROPA

Die europäische Spielart von Hardcore-Punk entstand in den frühen 80er Jahren.
Zu einer Zeit, in der für viele Protagonisten die Hardcore-Idee in Nordamerika schon
wieder passé war, entwickelte sich in Westeuropa eine ganz eigene Szene, eine ganz
eigene Hardcore-Punk-Community. Diese war ideologisch beeinflusst vom englischen
Polit-Punk der späten 70er und befeuert vom damals aktuellen amerikanischen
Hardcore-Punk mit seiner kraftvollen Musik und positiven Einstellung.

Viele dieser Leute, die die Szene mitinitiierten und von denen nicht wenige bis heute ein aktiver Teil geblieben sind, hat der Autor aufgespürt und in diesem Buch ihre – natürlich subjektiven – Erinnerungen in Statements und Interviews gesammelt. Ohne die Pionierarbeit dieser Leute und die damit einhergehende Vernetzung von Gleichgesinnten in ganz Europa wäre die heutige Szene und ihre Verzweigungen undenkbar.

Herausgekommen ist ein authentisches Dokument, das ein Licht auf die Anfänge von Hardcore-Punk in Europa wirft. Es veranschaulicht, dass die hier beschriebene Szene wenig mit dem heutigen Hardcore-Verständnis vieler gemein hat. Sie war politisch, bewusst, alternativ, integer, aktiv, chaotisch – und voller Lebensfreude. Diese Energie und Lebensfreude wird in diesem Buch auch anhand der zahlreichen Fotos von Bands und ihrem Publikum dokumentiert, von denen viele hier zum ersten Mal veröffentlicht werden.

Dolf Hermannstädter/Trust Fanzine

Helge Schreiber:
Network Of Friends - Hardcore-Punk der 80er Jahre in Europa
ISBN 978-3-940349-06-4

Salon Alter Hammer 2011
256 Seiten, Broschur mit zahlreichen Abbildungen und Interviews
16,90 Euro

 

ECHT! POP-PROTOKOLLE AUS DEM RUHRGEBIET

Im Ruhrgebiet hat Pop seine eigen e Geschichte. Fernab von den Bühnen einer metropolitanen Bohème hat sich in der zerfaserten Region des Ruhrgebiets eine Spielart von Pop entwickelt, die seine Versprechen auf ein besseres Morgen im Hier und Jetzt dieses nicht für Hipness und Experimente bekannten Settings verwirklichen wollte.
Der Band »ECHT! Pop-Protokolle aus dem Ruhrgebiet« erzählt, wie ein Beuys-Schüler in Gelsenkirchen den Artpunk prägte, wie das Wohnzimmer eines Bottroper Krupp-Angestellten zur Zentrale der bundesdeutschen Undergroundpresse und ein polnischer Einwanderer ohne Berufsausbildung durch Heavy Metal zum Villenbesitzer wurde. Doch berichten diese Lebensläufe auch von der Vielfalt an Szenen zwischen Gothic und Garagepunk, die in Jugendzentren, Clubs und Zechenbrachen die Popkultur im Ruhrgebiet bereits prägten, bevor ihre Schöpfer als Vertreter der »Kreativwirtschaft« zum Hoffnungsträger des Strukturwandels wurden.
Aus diesen Szenen beschreiben die Autoren und Autorinnen von »ECHT! Pop-Protokolle aus dem Ruhrgebiet« ihre Region - mal anekdotisch und biographisch, mal essayistisch und analytisch, doch immer im Bewusstsein davon, wie schwierig es war, Pop zu gestalten, wenn bereits das Ausschlafen verdächtig war.
Mit Texten von Jörg Albrecht, Klaus Fiehe, Marc Degens, Wolfgang Welt, Rolf Lindner, Marcus Kleiner, Till Kniola, Achim Prossek, Jörg-Uwe Nieland, Dirk Siepe, Norbert Nowotsch, Hartmuth Malorny, Thomas Groetz, Thomas Hecken, Katja Peglow, Thomas Ebke, Maren Volkmann, Christoph Schurian und Interviews mit Christoph Biermann, Jürgen Kramer sowie Klaus Tesching.


ECHT! POP-PROTOKOLLE AUS DEM RUHRGEBIET
Hrsg. von Johannes Springer, Christian Steinbrink und Christian Werthschulte
ISBN 978-3-940349-05-7

Salon Alter Hammer 2008
304 Seiten, Broschur
14,90 Euro


Presseschau:
laut.de
ruhrbarone
triggerfish

Die Seite zum Buch: popruhr.de

KOPFHÖRER - KRITIK DER UNGEHÖRTEN PLATTEN

Denken Sie an eine bekannte Platte, an ein legendäres Album. Sie kennen es. Vom Hörensagen. Selbst nie gehört. Sie glauben zu wissen, wie die Scheibe klingt, klingen müsste. Sie glauben über die Band, die Musik, die Anhänger oder gar den poptheoretischen Zusammenhang Bescheid zu wissen. Und sicher gibt es gute Gründe, warum Sie die Platte nie gehört haben... Sie schreiben dennoch einfach eine Rezension aus dem Blickwinkel: Kenn' ich nicht, schreib' ich aber trotzdem drüber.
So haben sich die Autoren dieses Buches dem Thema 'Plattenrezension' genähert. Völlig selbstsicher und behauptend. Anmaßend. Voller Ehrfurcht. Entlarvend. Analysierend. Mit dem mangelnden Respekt vor vermeintlichen Meilensteinen der Musikgeschichte. Entstanden ist eine Sammlung, die offenbart, dass der gemeinen Plattenkritik kaum zu trauen ist.
Viel Spaß beim Nichthören.

Mit exklusiven Texten von Wiglaf Droste, Barbara Morgenstern, Linus Volkmann, Martin Büsser, Asmus Tietchens, Oliver Uschmann, Roger Behrens, Sonja Eismann, Jan Off, Klaus Fiehe, Hans Hoff, Klaus Walter, Harald 'Sack' Ziegler, Elisabeth Esselink (Solex), Jürgen Roth, André Herzberg, Klaus N. Frick, Tom Tonk, Franziska Menke, Michael Zuckle und vielen anderen.

Kopfhörer - Kritik der ungehörten Platten
Hrsg. von S. Müller und M. Nuscheler
ISBN 978-3-940349-04-0
Salon Alter Hammer 2008
184 Seiten, Broschur
11,90 Euro

TOM TONK: RAKETEN IN DOSEN

33 1/3 Platten für die Ewigkeit.

"Platten sind akustische Fotoalben."
34 Schallplattenkritiken. Texte über Musik? Ja. Zumindest manchmal. Tom Tonk rezensiert in äussert eigenwilliger Manier: Schallplatte trifft Lebenssituation. Ergebnis: Rockgeschichte(n) der etwas anderen Art. Es geht um Frisuren, Nasen, die Suche nach dem geeigneten Zahnarzt und eine amouröse Begegnung mit einem Bahnhof.
Raketen in Dosen konserviert Erinnerungen, hübsch garniert mit einer sinnlichen und höchst subjektiven Sprache. Hier wird nichts diskursiv oder popkulturell ausgestellt, vielmehr werden wir Zeuge einer intimen, illustren und manchmal verkorksten Menschwerdung.
Tonk versammelt hier den zweiten Teil seiner regelmäßig im OX erscheinenden musikalischen Betrachtungen RAKETEN IN ROCK.

Mit Texten über AC/DC, Adamo, Jimmy Barnes, Alice Cooper, The Everly Brothers, Fehlfarben, Jethro Tull, Judas Priest, Lokomotive Kreuzberg, Peter Maffay, Pretty Things, Sex Pistols, Snuff, Social Distortion, Teaser, ZZ Top, u.a.

Tom Tonk, Jahrgang 1965, betätigt sich seit geraumer Zeit als Musiker, Kolumnist (OX) und Autor. 2002 erscheint zusammen mit Zepp Oberpichler "Die Stones sind wir selber" (Henselowsky Boschmann), 2003 "Raketen in Rock" (Ventil Verlag).
Darüberhinaus hat Tom Tonk mit drei Bands ca.20 Platten veröffentlicht.

Tom Tonk: Raketen in Dosen. 33 1/3 Platten für die Ewigkeit.
192 Seiten Broschur
Salon Alter Hammer 2007
ISBN 978-3-940349-03-3
11,90 Euro